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Interview: Schürzenjäger



Bandleader Alfred jun. am Schlagzeug, Alfred sen. am Ziacha, Sänger Stevy, Bassist Andy Marberger, E-Gitarrist Dennis Tschoeke sowie Christof von Haniel am Keyboard sind die Jungs, die die AlpenRock-Legende „Schürzenjäger“ am Leben erhalten. Mit ihrem Schlachtruf „Hey Mann!“ geben sie live alles und den zahlreichen Fans Lebensgefühl und Sound der Schürzenjäger-Epoche zurück. 
Alf/Alfred jun. Eberharter sprach mit „gfiarig“.




„Es ist wieder Schürzenjägerzeit“ ist seit 2012 euer Leitmotiv, das zugleich euren Neubeginn symbolisiert. Wie hat sich diese Zeit seither musikalisch entwickelt? 
Als „Hey Mann! Band“ waren wir musikalisch weitgehend volkstümlich ausgerichtet. Da unser Herz aber sehr für Rock ‚n‘ Roll schlägt, involvierten wir diese Musikrichtung immer mehr. Es war ein langer Findungsprozess, ein Suchen nach einem Weg, Tradition mit Moderne zu verbinden. Nun haben wir eine gute Mischung gefunden, befinden uns kompositorisch im richtigen Gefilde. Unser Faible für „New Country Music“ spiegelt sich gleichfalls in unseren Songs wider.

„Nur keine Langeweile“ ist demnach euer Motto? 
Auf alle Fälle. Wir testen aus, gehen über Grenzen. Wichtig ist, dass uns gefällt, was wir machen.

Bei euren Auftritten erklingen nach wie vor unvergessene Schürzenjäger-Titel wie „Sierra Madre“ und „Treff‘ ma uns in der Mitt‘n“. Identifiziert ihr euch trotz neuer musikalischer Ausrichtung noch damit? 
Ein gewisser Anteil an Schürzenjäger-Songs ist stets dabei. Die Lieder sind gut, gehören einfach dazu. Die Fans wollen sie hören und wir spielen sie gerne.




Jährliches Konzert-Highlight ist nach wie vor das Open-Air in Finkenberg. Trotz Gewohnheit immer wieder auch für euch als Musiker ein besonderes Erlebnis? 
Das Open-Air-Konzert ist natürlich das Jahreshighlight. Auch, weil ich in die Organisation involviert bin und das Entstehen miterlebe. Viele wissen oft gar nicht, was da alles dahintersteckt. Kaum ist ein Konzert vorbei, beginnen schon die Vorbereitungen für das nächste. Aber ein Konzert mit solch prächtiger Kulisse ist ein Erlebnis für jeden. Daher ist der Aufwand gerechtfertigt.

Nach einem schwungvollen musikalischen Auftakt musste euer heuriges Open-Air wegen Unwetter abgebrochen werden. Leider noch vorm Hauptact, also eurem großen Auftritt. Dabei gab es eine neue Bühne?
Ja, wir präsentierten erstmals eine Bühne mit einer vier mal zehn Meter großen LED-Wand. 100 moving lights standen für spezielle Lichteffekte bereit, 50 Lautsprecher waren auf dem Gelände verteilt.

Wann gibt‘s ein neues Schürzenjäger-Album? 
Unsere Single „Für immer“ ist vor Kurzem herausgekommen und wurde im Rundfunk präsentiert. Im Herbst kommt ein Album mit 15 Songs heraus.

Auf was dürfen die Fans sich da freuen? 
Auf eine Überraschung, etwas ganz Neues, noch nie Dagewesenes. Mehr wird noch nicht verraten. Wir haben drei Jahre daran gearbeitet, da stecken die „Schürzenjäger 2017“ drin. Wir präsentieren damit unseren neuen, musikalischen Weg.

Wo wurde das Album aufgenommen? 
Wir arbeiten viel mit Produzenten Henning Gerke zusammen. Einen Teil der Songs fürs neue Album haben wir in unserem Tonstudio in Finkenberg aufgenommen, den anderen Teil bei Henning in Hagen/Dortmund. Eingespielt wurde alles live.

Produziert ihr in eurem Tonstudio noch andere Musiker? 
Wir sind sehr offen für junge Talente. Aktuell arbeite ich mit einem jungen Musiker aus dem Pinzgau. Es macht sehr viel Spaß, sein Potenzial zu entdecken und zu fördern.

Was glaubt ihr, lieben die Fans so an „ihren“ Schürzenjägern? 
Ich glaube, das hat sehr viel mit Fannähe zu tun. Wir nehmen uns nach jedem Konzert Zeit für unsere Fans. Wir reden mit ihnen, geben Autogramme, sind für sie da, jeder ist willkommen. Fans sind das Wichtigste für uns, sie unterstützen uns und es entwickeln sich sogar Freundschaften.

Nach dem vorjährigen Erfolg, findet im Hotel/Gasthof Perauer in Mayrhofen von 7. bis 10. Dezember wieder ein Fantreffen statt. Was erwartet eure Fans dort? 
Auf jeden Fall ein schönes Rahmenprogramm. Am Begrüßungsabend musizieren wir gemeinsam mit Christoph und Florian Föttinger, den „ZZ – Die zuagroasten Zillertaler“. Am Freitag führt uns Christian Kröll durch die ErlebnisSennerei Zillertal und den Schaubauernhof. Abends spielen wir beim Perauer unplugged. Die Besichtigung der Ausstellung meines Vaters beim Minigolfplatz im Rahmen des Mayrhofener Advents, steht am Samstagnachmittag an. Nach dem Abendessen gibt‘s ein Livekonzert im „Brück‘n Stadl“.